Malakula - Port Sandwich bei Rock und Noella
Herzlicher Empfang am Ankerplatz Port Sandwich in Vanuatu
Rainbow-Restaurant – ein kleines Schild steht an einem Bambus-Zaun– aber das große Gatter und die Tür eines Bambus-Häuschen sind geschlossen – da ist wohl niemand zuhause. Aber direkt nebenan ist ein graues Betonhaus und dort sehen wir jemanden sitzen.

Wir rufen und fragen, wo wir Rock und Noela finden können – das sind die Namen, die wir von Schelmi und Isabelle bekommen haben mit dem Hinweis – da müßt Ihr hin!!! Ein junges Mädchen öffnet uns das Gatter und bittet uns einzutreten. Wir erzählen, daß wir sie von Schelmi und Isabelle grüßen sollen – und schon ist ein großes Hallo und Palaver zugange. Oh – Schelmi gehört zur Familie, der verrückte Deutsche! Und so verbringen wir ein Stündchen und plaudern in herzlicher Stimmung mit ihnen. Doch kurz vorm Dunkelwerden verabschieden wir uns – wegen der Moskitos wollen wir in der Dämmerung nicht an Land sein – Malariagefahr in Vanuatu – wir möchten doch bitte am nächsten Tag wiederkommen!
Wir freuen uns über die Einladung – und Günther nimmt auch gleich ein bißchen Werkzeug mit – der Generator hat ein Problem mit der Benzinleitung. Der Generator ist neben einer Solarplatte die einzige Stromquelle – und so ist es hier im Dorf eigentlich bei allen Familien.
Das Zuhause besteht aus einem Kochhaus, einer Feuerstelle in einem separaten Haus und einem Aufenthalts- und Schlafhaus – und natürlich auch ein separates Häuschen für die Toilette. Haus heißt hier ein Betonfundament für eine ca. 1 m hohe Mauer und der Rest ist dann aus Bambus und Pandanus gefertigt. Die Feuerstelle ist meistens eine Wellblechhütte, in der Kokosschalen und Palmblätter getrocknet und für das Feuer bevorratet werden. Die Feuerstelle selbst ist also in dieser Hütte und zudem ist dort immer noch ein großes Erdloch mit Steinen. Von diesem Erdlochofen erzählen wir Euch noch später.
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Rock und Noela’s Haupthaus ist vollständig gemauert und hat ein Wellblechdach, die Küche ist als Wellblechveranda angebaut. Im Haupthaus ist ein größerer Raum mit einigen einfachen Bücherregalen, die von Seglern reichhaltig gefüllt wird. Zudem ist darin ein Bett als Sofa und eines als Fernsehtisch – der Fernseher und DVD-Player sind sorgfältig mit einer Wolldecke abgedeckt. Fernsehen können sie nicht – es gibt hier keines, aber Filme schauen sie ab und zu, wenn der Generator läuft. Aber der ist nun seit einem halben Jahr außer Betrieb, da irgendwas repariert werden muß. Die Wände des gesamten Hauses sind verputzt – jedoch ohne Farbanstrich sowohl außen als auch innen – dunkelgraue Wände überall. Die Fenster sind aufstellbare Jalousiefenster, die Decke besteht aus Hartfaserplatten, die reichhaltig mit Kabeln bespannt sind, als seien es Wäscheleinen. Diese Stromversorgung wird also fliegend verlegt, wenn irgendwo eine Lampe installiert werden soll, werden wieder irgendwelche Kabelreste zusammengeknotet und mit ein paar krummen Nägeln irgendwie befestigt. So auch die Kabel von einem Raum in den nächsten ....
Die Einrichtung der Schlafräume besteht aus einem zusammengezimmerten Bettgestell darüber ein Moskitonetz, ein Haufen von Kleidungsstücken in der Ecke auf der Erde .... das wars. In einem Raum war so etwas ähnliches wie ein Schrank aus Apfelsinenkisten.
Der Küchentrakt liegt in der überdachten Veranda mit einem Fußboden aus Korallenstückchen. Die Einrichtung besteht aus einem einfachen Schrank 60x200 cm groß aus Hartfaserplatte mit einer Rahmentür mit grünem Plastikgitter. Auf Kartons oder Tischchen – abgedeckt mit Plastiktischdecken – stehen Schüsseln und einige Lebensmitteldosen. Dem gegenüber ist auf Arbeitshöhe ein langes Brett mit Zeitungspapier belegt und darauf stehen 2 einfach Gaskocher. Dann noch ein Ablaufsieb für Geschirr, welches als Geschirrschrank dient, Tassen stehen daneben und das Besteck ist in Plastikdosen. Oberhalb davon ist ein großes Regal an der Außenwand angebracht, darauf liegen diverse Schüsseln und Plastikdosen. Frische Vorräte wie Bananen, Grapefruit, Bohnen, Kürbis etc. lagern auf einem separaten Regal .
Das Zentrum de Raumes bildet ein Tisch mit kleinen Plastikhockern. Kaum betreten wir diesen Raum, wird uns eilfertig ein solcher Hocker gereicht, damit wir Platz nehmen können. Fertig ist die Küche ? – es fehlt noch die Spüle – gleich an der einen Tür draußen um die Ecke stehen 2 große Schüsseln – das ist zum Hände abspülen – ansonsten gibt es einen Wasserhahn im Nebenraum und die großen Töpfe und Schüsseln werden draußen im Garten am Wasserhahn gespült. Wasser ist hier in Malukula Island kein Problem – die gleiche Technik wir in EPI-Island mit den Quellwasserleitungen aus den Bergen.
Und so gibt es also auch Duschen – für uns besuchende Segler im Garten; ein Verschlag aus Bambus und alten Planen mit herrlichen abkühlendem Bergwasser. Sie selbst haben sich eine Dusche ins Haus gebaut – einfach eine Rohrleitung mit Kugelhahn.
An unserem ersten Tag – Montag – haben sich Günther und Rock mit dem Stromgenerator befaßt – ich habe ein bißchen Wäsche mitgenommen – fließendes Wasser ist einfach zu verlockend - und Wäsche zu waschen gibt es ja immer. Der Wasserhahn ist im Garten direkt neben der Feuerstelle, dort qualmte es ordentlich – Noela entfachte ein Feuer mit Kokosschalen und darauf stand bald darauf ein großer Aluminiumtopf mit Tarowurzeln.
Um Günther herum hatte sich mittlerweile eine große Runde Neugieriger versammelt – ist schon spannend so eine Reparatur – und als ich mit dem Fotoapparat kam, stellten sich alle auf und wollten fotografiert werden – und anschließend haben sich tatsächlich dafür bedankt!











