Wohnmobil Reisebericht England - Tolles Pendon Museum bei Wallingford

    Museumstipp England: Pendon Musem bei Wallinford

    Pendon Museum – ein vergangene Ära lebt weiter

    Ein außergewöhnliches Museum liegt nicht weit von unserem Wohnmobil Stellplatz in Wallingford und im Rahmen der „Open Heritage Days 2025“ ist freier Eintritt. Als erste deutsche Besucher werden von den Modellbau-Enthusiasten herzlich begrüßt.


    Das Pendon Museum versteckt sich in einer kleinen Halle, um so größer sind die Miniaturlandschaften, die uns hier erwarten - wir sind total überrascht!

    Madder Valley

    Die älteste Miniaturlandschaft des Pendon Museums ist die Madder Valley Eisenbahnanlage - ein historisches Relikt aus den Anfängen des Landschaftsmodellbaus.

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    John Aher war ein britischer Modelleisenbahn-Enthusiast und begann In den 1930Jahren allein mit dem Bau einer fiktiven Landschaft mit Gebäuden, die realen ähneln aber nie den Anspruch auf Kopie eines Originales hatten.

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    Die Eisenbahnanlage ist mit mehreren Spurweiten und einem „bunten Mix“ an Lokomotiven und Fahrzeugen ein Kaleidoskop von Stilrichtungen – aber deswegen nicht weniger schön und interessant – wie wunderbar, dass sie nach seinem Tod vom Pendon Museum ausgestellt und erhalten wird.

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    Wegen des Alters der Anlage, ist sie nur an einigen Tagen im Jahr „unter Dampf“ in Betrieb zu sehen.


    Dartmoor Szene

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    Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus, denn im Nebenraum erwartet uns eine weitere phantastische Landschaft - das Modell der Great Western Railway in der Dartmoor Szene

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    Pendons Dartmoor Szene zeigte eine typische aber fiktive Great-Western-Eisenbahnstrecke und spiegelt Verkehr und Betrieb der Region in der Zeit von etwa 1923 bis 1939, die von vielen als Blütezeit der britischen Dampfeisenbahn angesehen wird.

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    Jedes Gebäude ist genaue Darstellung längst verlorener Bauwerke.

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    Und das tolle ist, dass die maßstabsgetreuen Modelleisenbahnen über die kleinen Gleise schnurren – toll!

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    Wir sind begeistert von diesem kleinen Museum und als wir „um die Ecke gehen“ und sich „ein riesiges Land“ vor uns ausbreitet, können wir unseren Augen fast nicht glauben.

    Vale of White Horse

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    Den Grundstein für dieses faszinierende Museum legte Roye England, ein anglophiler Australier, Fotograf und leidenschaftlicher Modellbauer. Roye`s Idee, die englische Landschaft im Miniaturformat nachzubilden und so die kostbare Landschaft für nachfolgende Generationen zu verewigen, entstand aus seiner Sorge um ihre langfristige Zukunft.

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    Wohin er auch ging, bewunderte er die Schönheit der Landschaft und nahm zugleich an, die bevorstehenden Veränderungen könne das, was er am meisten liebte, verschwinden lassen.

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    Etwa im Jahr 1955 begann er mit der maßstabsgetreuen Nachbildung des „Vale of White Horse“.

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    Roye`s Absicht war es, das Wesen des traditionellen englischen Dorfes einzufangen und darzustellen - was ihm wunderbar gelungen ist!

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    Obwohl es sich um eine fiktive Kulisse handelt, spiegelt das Modell in Pendon eine Reihe bekannter Wahrzeichen und Merkmale wider – ein Gesamtbild von der einzigartigen Landschaft des Vale of White Horse in den 1920 und 30er Jahren.

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    Im Laufe der Jahre brachte Roye viele gleichgesinnte Modellbauer zusammen und das Pendon-Team entwickelte eine Reihe von Techniken – vom ersten Prototypen bis hin zur feinen Verwitterung des fertigen Modells, um dem Erscheinungsbild des Originals zu entsprechen.

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    Die präzise Modellierung von Gebäuden, Eisenbahn-Infrastruktur oder Landschaften erfordert Vorbereitung mit detaillierter Recherche, Vermessung und Fotografie.

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    Verfügbare Zeichnungen zeigen möglicherweise nicht genügend Details, selbst bei Lokomotiven oder sonstigen Fahrzeugen, doch wurde akribisch versucht, alles naturgetreu nachzubilden. 

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    Wie kleine Kinder spazieren wir "mit aufgerissenen Augen" vor einem Schaufenster der Modell-Landschaft entlang und schauen uns die unendlich vielen  dargestellten Szenen an, die irgendwie lebendig wirken.

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    Schau mal … dort flattert Wäsche auf der Leine, hier suhlen sich Schweinchen im Modder, dort wird ein Karren beladen, ein Reetdach wird repariert, Kinder spielen mit Bällen, kleine rote Tomaten reifen an üppigen Sträuchern, Blumenkohl und Bohnen sind ordentlich in Reihen angebaut.....

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    Es ist so phantastisch  - wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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    Und wie entstehen diese phantastischen Wunderwerke? In einem kleinen Nebenraum finden wir dazu eine Reihe von Erklärungen mit Schautafeln, die wir interessiert studieren. 

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    Die Umsetzung vom Plan zum Modell erfordert Geschick, Geduld und eine ruhige Hand für die feinen Details. Zu den geeigneten Materialien gehören u.a. hochwertiger Karton, permanente Künstler-Aquarellfarben und Hanf für Reetdächer, geätzte Metalle für Eisenbahnmodelle, sowie hochwertiges Holz und Baumaterialien als Grundlage für Landschaften.

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    Das Arbeitsmaterial vieler Blumen ist Klempnerhanf. Kleine Bündel Klempnerhanf werden an der Basis festgeklebt und Fasern ausgebreitet, um einen Busch zu bilden. Dieser wird mit Lack besprüht und mit Streumaterial bestreut. Die Blüten zum Busch werden aus kleinen Mengen mit Wasserfarbe getränktem Streumaterial gebildet. Die Basis der Blüte bildet eine Borste oder ein Katzenschnurrhaar, das in eine kleines Hanfbündel geklebt wird. Die Blüten werden aus mit Acrylfarben bemaltem Seidenpapier geschnitten und mit dem stumpfen Ende eines Cocktailspießes in eine Becherform gedrückt. Ein wenig Streumaterial steltl die ungeöffneten Knospen dar. Und wie entsteht eine Zwiebel? In einen braunen Hanfstrang werden alle 15 mm Knoten geknüpft, verklebt und bemalt. Anschließend werden diese Knoten in 2 Hälften geschnitten, ebenso wie der Hanf zwischen den Knoten - voila – eine Zwiebel!

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    Stachelige Blumen werden aus einer Borste hergestellt, die in Kleber und anschließend in Streumaterial getaucht wird. Der Stiel wird anschließend bemalt und ein einen grün bemalten Hanfbusch gesteckt. Kohl, Blumenkohl und Salat – das alles wird auch aus bemaltem Seidenpapier „gebastelt“, in Form einer sechsblättrigen Blume geschnitten und dann mit dem stumpfen Ende eines Cocktailspießes zu Bechern geformt, indem man das Papier auf ein Radiergummi drückt.

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    Anschließend werden vier oder fünf Lagen aus immer kleineren Stücken zusammengeklebt. Blumenkohl wird aus kleinen bemalten Schwammstückchen „gezaubert“.

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    Wie schön, dass Fotografieren erlaubt ist - das "nutzen wir aus", um uns die vielen liebevoll gestalteten Einzelheiten später noch einmal genau anzuschauen.

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