Euganeische Hügel – ein Genuß für Augen und Sinne
Wir entdecken Arqua Petrarca, Monselice und Galzignano Terme
Ganz unerwartet ändert sich vor unseren Augen die Landschaft. Auf dem Weg nach Norden erheben sich in der Po-Ebene die sanften Euganeischen Hügel mit harmonischen Formen durch geformte Kegel mit abgerundeten Hängen.
Nach unserem Winter in Griechenland wählten wir den Seeweg mit der Fähre von Patras nach Ancona und wollten eigentlich einige Tage an der Adria-Küste verweilen. Der Wettergott bescherte Starkwink aus Nordost mit "sibirischer" Kälte - im Landesinnere verflüchtigt er sich - und so entdeckten wir auf der Landkarte den Regionalpark Euganeische Hügel bei Padua - voila - nun sind wir hier. In Arqua Petrarca finden wir einen Wohnmobil Stellplatz, von dem aus wir – dank unseres Motorrollers - kleine Ortschaften und Sehenswürdigkeiten erkunden.
Der Regionalpark ist ein beliebtes Ausflugsziel – daher gibt es zahlreiche beschilderte Wanderwege. Wir suchen uns an 4 Tagen Wege von etwa 6 km aus und wandern gemütlich hügelauf und – ab durch die frische Frühlingsluft. Die rosa Blüten auf dem „Mandelweg“ haben sich schon in kleine grüne Mandeln verwandelt, die tausendjährigen Kastanien sehen schon morsch aus – die Natur rundherum grünt zart und Lilien blühen am Wegesrand. Die Sonne wärmt, die Nächte sind oft nur bei 6 Grad – wie gut, dass wir schon eine italienischen Gasflasche angeschafft haben.
Arqua Petrarca
An den Hängen des Monte Castello und Monte Ventolone liegt das bezaubernde Arqua, eines – lt. Broschüre – der schönsten Dörfer Italiens, in dem der mittelalterliche Charakter erhalten ist. Der Ort verdankt seinen Namen und Bekanntheitsgrad dem Dichter Petrarca, der ihn als Alterswohnsitz erkor. Die aus Naturstein errichteten Häuser sind liebevoll gepflegt und werden vorwiegend touristisch genutzt. Es ist nett, durch die Gassen zu schlendern - über die Ostertage ist es "proppevoll" - da gehen wir lieber wandern.
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Monselice
Monselice liegt am Fuß der Hügellandschaft und beeindruckt uns auf einem Spaziergang mit den imposanten Mauern des Schlosses und der Villa Duodo. Auf kopfsteingepflasterten Wegen schlendern wir vorbei an Außenmauern, die mit „allegorischen“ Zwergen verziert sind und schauen durch ein Torgitter auf den monumentalen Treppenaufstieg einer Villa aus der Spätrenaisssance. Vom Löwentor führt der Weg vorbei am Heiligtum der Sieben Kirchen zum schönen Gebäude der Villa Duodo - zu sehen auf dem Einleitungsbild.
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Valsanzibio in Galzignano Terme
Auf der Suche nach schönen Ausflugszielen werden wir auf den Garten Valsanbizio aufmerksam, der etwa 8 km weit entfernt in den Bergen bei Galsignano Terme liegt. Am Ostersamstag spazieren wir durch die gepflegte Anlage.

Valsanzibio wurde in der 2. Hälfte des 17. Jahrhunderts von venezianischen Adeligen errichtet und sei heute eines der schönsten und größten erhaltenen Anwesen aus dieser Epoche in Italien. Die Gebäude sind nicht zu besichtigen, dafür der Valsanzibio-Garten mit über 60 Statuen aus Istrienstein, die sich in die Architektur, Bäche, Wasserfälle, Brunnen, kleine Seen, Wasserspiele und Fischteiche, Bäume und Büsche auf einer Fläche von über 10 Hektar integrieren. Innerhalb der Gartenanlage liegt ein großes Buchsbaum-Labyrinth, das wir von eine Plattform von oben betrachten - die Hecken sind mannshoch, so dass wir die Besucher darin nicht entdecken können.



Das Diana-Portal war ein wichtiger und monumentaler Wasserzuweg zum Gut – heute ist er auf einen kleinen See beschränkt, der erhalten wurde, um die elegante Konstruktion widerzuspiegeln. Wir finden, dass das Portal von außen am eindrucksvollsten ist.












