Aston Martin Heritage Museum
Hier dreht sich alle um Aston Martin
Wir sind zwar eigentlich keine Motorsportfans – aber das Aston Martin Heritage Museum ist nur 10 km entfernt in einer alten Scheune aus dem 15 Jahrhundert untergebracht – also buchen wir Tickets für einen Besuch.
Im Museum erwarten uns mehr als 110 Jahren Aston Martin - Geschichte mit Autos und Artefakten: Ein buntes Kaleidoskop von Oldtimern und Rennsportwagen, eine umfangreiche Sammlung von Modellautos in korrektem Maßstab, darunter auch die „James Bond“- Modelle.

Pünktlich um 14 Uhr „after lunch“ öffnet sich die Tür und wir werden vom Guide herzlich begrüßt und erleben zusammen mit 2 anderen Besuchern eine einstündige Rundtour mit Geschichten rund um „Aston Martin“.

Lionel Martin gründete zusammen mit Lionel Bamford ein Autohaus und verkaufte Autos der Marke Singer. Martin begeisterte sich für Autorennen und gewann 1914 mit einem selbst getunten Singer Type 10 das Bergrennen „Aston Hill climb“ . Bald darauf beschlossen die beiden Autoenthusiasten, eigene Fahrzeuge mit der Markenbezeichnung „Aston Martin“ zu bauen.
Aston Martin A3
Als erstes wird uns der A3 vorgestellt, der im Jahre 2002 bei einer Auktion auftauchte und ein Experte des Auktionshauses Bonham die eingeprägte „Nr.3„ auf dem linken Lenker entdeckte.

Durch eine Spende des Scheichs Nasser al Sabat erhielt es das AMHT und garantierte dadurch den Erhalt und die Pflege. Das Fahrzeug war so arg mitgenommen, dass es ab 2005 originalgetreu restauriert wurde.

Das Fahrgestell, der Motor und das Lenkrad des A3 sind aus dem Jahr 1921, alles andere wurde neu hergestellt – u.a. die bremsenlose Vorderachse und speziell gegossene Aluminium Artillerieräder.

Anhand von Fotos wurde die Karosserie entworfen und ein Rahmen aus abgelagerten Eschenholz konstruiert. Das Ergebnis von 2010 ist wirklich sehenswert. Das älteste noch existierende Aston Martin Fahrzeug ist der Prototyp A3 von 1918 und schaffte mit 11 PS schon 87 Mph und kostete damals 700£.
Aston Martin Ulster
Der zweite Oldtimer in der Fahrzeugparade ist der schwarze „Aston Martin Ulster“. Als Replik wegen des Erfolges beim Ulster TT Rennen 1934 entstanden insgesamt 21 Exemplare mit einem „bootsförmigen“ Heck, in dem das Ersatzrad untergebracht wurde. Mit 85 PS schafft er über 100 Meilen pro Stunde und kostete damals 750 £.

Eigentlich kennen wir Rennwagen nur aus dem Fernsehen – und von einem Besuch vor vielen Jahren in Monte Carlo - heute stehen wir vor „Bovis“, der 1981 mit einer neuen „Evolution“-Karosserie mit der Devise erschaffen wurde, immer leichter zu werden. Mit 570 PS schaffte er 340 km/h und kostete neue 500 000 £.
Bovis
Bunt bemalt sind die Rennwagen – der vom britischen Automobilhersteller Bovis gesponserte Rennwagen entstand aus einer Zusammenarbeit zwischen Aston Martion Lola und Nimrod Racing Automobiles.

Man kann fast fühlen, dass die Karosserie auf der Straße klebt – sie soll nur 1 mm dick sein - und der Fahrer den Asphalt „am Po fühlen“ kann, wenn er in Hochgeschwindigkeit über die Rennstrecken saust, denn so niedrig ist das Rennauto.
AMR1 - 18
1989 entstand der rasante Formel-Rennwagen AMR1 (mit der Nummer 18) mit einer modernen Monocoque-Wanne aus Kohlefaser /Kevlar – Verbund mit einem 740 PS starken Motor und 350 km/h. Einer der 5 Rennwagen AMR mit der Fahrgestellnummer ARM1/04 wurde bei Sothebys auf einer Auktion für ca 600 000 USD versteigert.

Rennsportbegeisterte werden sich an ausgestellten Erinnerungsstücken und Trophäen begeistern – und sich z.B. einem Overall und Helm von Sir Stirling Moss begeistern, den er während seiner 529 Rennen trug und in denen er 212 davon gewann.
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Das Museum kann natürlich nicht jeden Aston Martin in Originalgröße präsentieren – dafür hat es eine umfangreiche Sammlung an Modellen 1:43 – darunter auch die „Weltberühmten“. Denn selbst wenn man Aston Martin als Automarke nicht kennt, legendär ist das Modell DB 5, das berühmteste James Bond Auto aller Zeiten mit Maschinengewehren in den Scheinwerfern und ausfahrbarer Panzerplatte im Kofferraum.

In den Filmen „Goldfinger“ und „Feuerball“ traten diese mit Gadgets ausgerüsteten Fahrzeuge auf und später wurde eines davon für 6 Mio Dollar versteigert. Der Aston V8 Vantage im „Hauch des Todes“ konnte James Bond mit lenkbaren Raketen, ausfahrbaren Schneekufen und mit Raketenantrieb zur einer spektakulären Fluchtreise verhelfen.
Wie nett, dass wir während der spannenden Geschichte rund um Aston Martin im Museum fotografieren dürfen.

